quartierentwicklung aktuell

stadtgarten in basel als gemeinsame aufgabe von schule und wohnquartier

die internationale tagung soziale arbeit und stadtentwicklung in basel setzt sich in ihrer grundfragestellung mit dem spannungsfeld von politik – stadtentwicklung – professionellem selbstverständnis auseinander.

Benachteiligte oder marginalisierte Quartiere gibt es, seit es Städte gibt. Sie sind eine Folge von sozialen respektive gesellschaftlichen Prozessen und Strukturen und als solche Ausdruck sozialer Ungleichheit, die sich räumlich niederschlägt – insbesondere auch im Bereich des Wohnens und der alltäglichen Sozialisation. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung über räumliche soziale Ungleichheit und damit verbundene alternative Gesellschafts- und Stadtentwicklungsentwürfe setzt im 19. Jahrhundert ein; etwa mit den Arbeiten der Frühsozialisten Charles Fourier und Robert Owen. Den Beginn der empirischen Sozialforschung zu diesem Thema markiert hingegen Engels mit der berühmten Studie zur «Lage der arbeitenden Klasse in England». Weitere prominente und einflussreiche Beiträge zur theoretischen und empirischen Stadtforschung stammen von den Pionierinnen und Pionieren der Soziologie und Sozialen Arbeit wie Max Weber, Georg Simmel, Robert Park und Jane Addams. Mit diesen Beiträgen wurden für die Analysen von städtischen Entwicklungen wichtige Grundlagen gelegt. Gleichzeitig verlangt der fortdauernde soziale Wandel nach immer wieder neuen Herangehensweisen.

tagungsreader: